Am 7. Februar 2026, gegen 15:20 Uhr, kam es vor der Küste Phukets zu einem dramatischen Vorfall. Das Frachtschiff Sealloyd Arc, unter panamaischer Flagge und auf dem Weg von Port Klang in Malaysia nach Chattogram in Bangladesch, sendete einen Notruf aus. Das 115 Meter lange Schiff, das 297 Container transportierte, darunter 14 als gefährliche Materialien deklarierte, geriet schnell in eine kritische Lage und meldete Wassereinbruch sowie eine starke Schräglage. Nach Angaben der Royal Thai Navy (RTN) wurden alle 16 Besatzungsmitglieder, allesamt Bangladeshi, unversehrt gerettet und sicher an Land gebracht.

Die RTN reagierte umgehend auf den Notruf. Vizeadmiral Weerudom Muangjeen, Kommandeur des Dritten Marinegebiets, ordnete die Einsätze der Hochgeschwindigkeits-Patrouillenboote an, die in Zusammenarbeit mit lokalen Fischereibooten und dem Naraintorn Khai Muk Phuket Centre arbeiteten. Acht Besatzungsmitglieder wurden von einem nahegelegenen Fischerboot gerettet, während die übrigen acht von einem Patrouillenboot der Provinz Phuket abgeholt wurden.

Ein plötzliches Unglück

Gegen 21:00 Uhr sank die Sealloyd Arc rund drei Seemeilen vor Laem Phromthep. Ein Teil der Container ging mit dem Schiff unter, während andere an der Meeresoberfläche trieben. Erste Bewertungen ergaben, dass mehr als 200 Container im Meer verstreut waren. Diese Situation birgt nicht nur Gefahren für die Schifffahrt, sondern könnte auch umweltschädliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Nach dem Sinken trat ein Ölfilm auf, bestehend aus etwa 98 Tonnen Schweröl und 32 Tonnen Marine-Diesel. Dieser erstreckte sich westwärts über eine Länge von 4,5 Meilen und eine Breite von 1 Meile. Glücklicherweise konnte bis Dienstag kein Öl an der Küste von Phuket festgestellt werden. Es wird jedoch akribisch daran gearbeitet, die Ausbreitung des Öls zu verhindern und treibende Container zu bergen.

Maßnahmen zur Eindämmung

Das Thai-MECC (Marine Environment Conservation Centre) hat ein Situationskommandozentrum eingerichtet, um die verschiedenen Operationen zwischen Ölbekämpfung und der Suche nach den schwimmenden Containern zu koordinieren. Diese umfassenden Bemühungen gehen Hand in Hand mit der Beobachtung der Gebiete durch Patrouillenboote und Aufklärungsflugzeuge, die weiterhin die Lage im Andamanensee überwachen.

Die Herausforderungen sind dabei nicht zu unterschätzen: eingeschränkte Sichtverhältnisse, Mangel an geeigneten Geräten und eine verspätetet Kranschute erschweren die Bergungsmaßnahmen. Ein gemeinsames operatives Planungsmeeting fand am 9. Februar im Hauptquartier des Dritten Marinegebiets in Laem Panwa statt, um Strategien zur Bewältigung dieser kritischen Situation zu entwickeln.

Der Vorfall erinnert einmal mehr an die Herausforderungen, die die Schifffahrt im Andamanensee mit sich bringt, und an die Wichtigkeit einer schnellen und effektiven Reaktion im Falle von Notfällen. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden und lokalen Fischern hat dabei entscheidend zur Rettung der Crew beigetragen und zeigt, wie wichtig gemeinschaftliche Anstrengungen in kritischen Situationen sind.

Für weitere Informationen über die Rettungsaktionen und die laufenden Bergungsmaßnahmen, besuchen Sie Freight News sowie Maritime Crimes.