Am 12. Februar 2026 wurde ein 26-jähriger Tourist aus der Elfenbeinküste im Patong Hospital in Phuket festgenommen. Der Verdacht: Kokainhandel und -konsum. Die Festnahme ist Teil einer umfassenden Offensive gegen Drogen und organisierte Kriminalität in der Region, die auf Anweisung von Phukets Gouverneur Nirut Pongphisitthaworn und weiteren ranghohen Provinzvertretern koordiniert wurde. Der Mann, in den Unterlagen als Mr. A geführt, wurde von Sicherheitskräften im Krankenhaus gestellt, wo bei ihm 4,31 Gramm Kokain sowie ein Mobiltelefon sichergestellt wurden. Damit wird ihm der Besitz von Kokain sowohl zum Verkauf als auch zum Eigenkonsum ohne Genehmigung vorgeworfen.
Die Drogen und das Mobiltelefon wurden als Beweismittel protokolliert. An der Festnahme waren unter anderem Vizegouverneur Oberst Adul Chuthong und der Bezirksleiter von Kathu, Akkaraphon Suttirak Jitsusapha, beteiligt. Nach der Festnahme wurde der Verdächtige zusammen mit den Beweismitteln an die Polizeistation Patong übergeben, wo die Ermittlungen weitergeführt werden. Die Polizei untersucht auch mögliche Lieferketten und weitere Beteiligte, um Verbindungen zu größeren Drogennetzwerken aufzudecken. Dies steht im Kontext einer strengen Anti-Drogen-Politik der Regierung und des Innenministeriums, die darauf abzielt, die öffentliche Ordnung zu sichern.
Drogenbekämpfung in Phuket
Die Festnahme des Touristen ist kein Einzelfall. Die Provinz Phuket hat am 25. Juli 2025 die Kampagne „KEINE Drogen, KEINE Dealer“ ins Leben gerufen, die auf nachhaltige und koordinierte Maßnahmen zur Bekämpfung der Drogenkrise abzielt. Diese Initiative wird vom Drogenkontrollzentrum der Provinz in Zusammenarbeit mit der Provinzpolizei geleitet. Gouverneur Sophon Suwannarat eröffnete die Kampagne, an der hochrangige Beamte aus Sicherheits-, Verwaltungs- und Gesundheitswesen teilnahmen. Diese Maßnahmen spiegeln die Politik der thailändischen Regierung wider, die von Vizepremierminister Phumtham Wechayachai und Polizeichef General Kitirat Phanphit angeführt wird.
Von Oktober 2023 bis Juli 2025 wurden in Phuket 2.262 Drogenfälle mit 2.379 Verdächtigen verfolgt. Darunter fallen 1.286 schwere Straftaten sowie 976 Fälle gegen Drogenkonsumenten. Beschlagnahmungen in diesem Zeitraum umfassten unter anderem 253.876 Methamphetamin-Tabletten, fast 29 Kilogramm Crystal Meth und 1,49 Kilogramm Kokain. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit und den Umfang der Drogenproblematik in der Region.
Ursachen und Hintergründe
Thailand ist stark von Drogenproblemen betroffen, insbesondere durch die geographische Lage im „Goldenen Dreieck“, wo Thailand, Myanmar und Laos aufeinandertreffen. Seit den 1970er-Jahren setzt die Regierung harte Maßnahmen gegen Drogen ein, doch die Problematik bleibt bestehen und hat sich in vielen Bereichen sogar verschärft. Hauptdrogen sind unter anderem Methamphetamin und synthetische Drogen wie Ecstasy, deren Konsum bei jungen Menschen weit verbreitet ist.
Die Ursachen des Drogenproblems sind vielfältig: Die Nähe zu Myanmar, wo die meisten Methamphetamin-Produktionsstätten liegen, und schwer kontrollierbare Grenzen erleichtern den Schmuggel. Zudem gibt es eine hohe Nachfrage, vor allem unter jungen Menschen und Arbeitern. Organisierte Kriminalität und Korruption erschweren die Bekämpfung zusätzlich. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind gravierend: Zunahme von Abhängigkeitserkrankungen, psychischen Störungen und Gewalt in Familien sind nur einige der Folgen.
Die staatlichen Maßnahmen sind hart und umfassen massive Polizeieinsätze, Grenzüberwachung und harte Strafen. Dennoch bleibt die Herausforderung groß, da die Drogenproblematik tief verwurzelt ist. Die Zukunft wird zeigen, ob die Kombination aus repressiven Maßnahmen und Präventionsprogrammen, wie sie im Rahmen der Kampagne „KEINE Drogen, KEINE Dealer“ verfolgt werden, langfristig erfolgreich sein kann.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte die Artikel auf Wochenblitz, The Phuket Express und Schönes Thailand.