In Phuket hat die Polizei am 12. Februar eine unlizenzierte Zahnarztpraxis geschlossen und dabei einen taiwanesischen Mann festgenommen. In der Sunrise Smile Dental Clinic im Wichit-Unterbezirk des Mueang-Distrikts bot der 35-jährige Ling Tung offenbar Behandlungen an, ohne die dafür notwendigen Genehmigungen zu besitzen. Diese Durchsuchung wurde von der Wichit-Polizeistation in Zusammenarbeit mit dem Phuket Provincial Public Health Office durchgeführt und war die Folge von Beschwerden über den illegalen Betrieb der Klinik.
Als die Polizei eintraf, warteten noch zahlreiche thailändische und ausländische Kunden auf Dienstleistungen. Im Behandlungsraum trafen die Beamten Ling in medizinischer Kleidung an, während er eine Zahnreinigung durchführte. Auf die Aufforderung, seine zahnärztliche Lizenz sowie die Betriebserlaubnis vorzulegen, konnte Ling nichts vorweisen. Er gab zu Protokoll, dass er zwar als Zahnarzt in Taiwan tätig sei, jedoch keine Erlaubnis besitze, in Thailand zu praktizieren. Stattdessen behauptete er, einen Lizenzantrag eingereicht zu haben.
Rechtliche Konsequenzen und Anklagen
Ling Tung sieht sich nun mit mehreren rechtlichen Problemen konfrontiert. Unter anderem wird ihm der Betrieb einer medizinischen Einrichtung ohne Erlaubnis, die Leitung einer solchen Einrichtung, die Ausübung der Zahnmedizin ohne Lizenz sowie die Arbeit ohne die notwendige Arbeitserlaubnis vorgeworfen. Ähnliche Vorfälle sind in Thailand keine Seltenheit. In der Vergangenheit wurden bereits andere ausländische Ärzte, wie etwa ein Iraner, der Medikamente ohne Erlaubnis verkaufte, sowie eine Zahnärztin in Bangkok ohne Lizenz, festgenommen.
Dieses Geschehen wirft ein Licht auf die wesentlichen rechtlichen Vorgaben, die internationale Zahnärzte erfüllen müssen, um in Ländern wie Thailand oder Deutschland tätig zu werden. In Deutschland müssen Zahnärzte, die ihre Ausbildung im Ausland absolvierten, zahlreiche Anforderungen erfüllen, um ihre Qualifikationen anerkennen zu lassen. Dazu gehört der Nachweis über die Gleichwertigkeit ihrer Ausbildung, Fachsprachprüfungen und Einhaltung der deutschen medizinrechtlichen Vorschriften. Auch die Mitgliedschaft in Berufsverbänden ist oft notwendig, um Unterstützung zu erhalten und die beruflichen Standards sicherzustellen. Diese Aspekte sind entscheidend für eine reibungslose Integration in das Gesundheitssystem.
Die Situation in Phuket zeigt eindringlich, wie wichtig die Erfüllung dieser rechtlichen Vorgaben ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Patienten in den Praxen gut betreut werden und die Qualität der zahnärztlichen Versorgung hoch bleibt.
Für Ling Tung könnte der Vorfall nicht nur rechtliche, sondern auch berufliche Konsequenzen haben. Er könnte nicht nur Schwierigkeiten haben, seine Praxistätigkeit fortzusetzen, sondern auch die Annerkennung seiner Qualifikationen für die Zukunft erschwert sehen.
Für alle Beteiligten bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können, um die Patientensicherheit und die Integrität der medizinischen Versorgung in Thailand zu gewährleisten.