Heute ist der 15.02.2026 und die touristische Situation in Pattaya sorgt erneut für Aufsehen. Ein Vorfall, der sich am 9. Februar 2026 ereignete, hat die Aufmerksamkeit auf das Verhalten ausländischer Touristen gelenkt. Ein kambodschanischer Hotelangestellter wurde attackiert, nachdem er ein ausländisches Paar konfrontierte, das sexuell aktiv neben einem Geisterschrein auf dem Hotelgelände war. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Geisterschreins, wo das Paar Kerzen anzündete und eine Matte ausbreitete. Der 41-jährige Angestellte spritzte Wasser auf das Paar und forderte sie auf, das Gelände zu verlassen. Der Mann reagierte aggressiv, griff den Angestellten an und flüchtete anschließend mit der Frau. Der Angestellte informierte daraufhin andere Hotelmitarbeiter und die Polizei und dokumentierte den Vorfall mit Videoaufnahmen. Interessanterweise war der Bereich um den Schrein zuvor schlecht beleuchtet, was zu wiederholten Vorfällen von unsittlichem Verhalten geführt hatte, einschließlich des Auffindens von Kondomen. Nach dem Vorfall installierte das Hotel zusätzliche Beleuchtung, um zukünftige Vorfälle zu verhindern, und das Personal überwacht das Gelände regelmäßig. Ähnliche Vorfälle sind auch in Phuket bekannt, wo beispielsweise zwei französische Touristen wegen unsittlichen Verhaltens in einem Tuk-Tuk deportiert wurden und ein russischer Mann am Flughafen verhaftet wurde, nachdem er in einem Pickup-Truck mit einer thailändischen Frau Sex hatte. Der Hotelangestellte bemerkte, dass solche Vorfälle häufig von jungen ausländischen Touristen, insbesondere aus Europa und Russland, verursacht werden. Bis zum 12. Februar 2026 wurden keine Festnahmen im Zusammenhang mit dem Vorfall in Pattaya gemeldet. Es ist unklar, ob die Polizei das Paar identifizieren konnte. [Quelle]

Tourismus und lokale Gesetze

Die Vorfälle in Pattaya sind Teil eines größeren Problems, das die Stadt plagt. Die touristische Polizei und Einwanderungsbehörden führen regelmäßig Operationen durch, um das Image der Stadt zu bewahren. Bei einer nächtlichen Operation wurden kürzlich 20 Verdächtige festgenommen. Trotz solcher Maßnahmen bleibt Prostitution in der Gegend ein ständiges Problem, das nicht einfach zu bekämpfen ist. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in Thailand sind bei diesem Thema alles andere als klar; Prostitution ist nicht eindeutig kriminalisiert. Die Durchsetzung stützt sich daher auf Gesetze über öffentliche Belästigung, das Verhalten bei der Anwerbung oder Einwanderungsbestimmungen. Oft führen Festnahmen lediglich zu Verwaltungsmaßnahmen wie Dokumentenkontrollen, kurzen Haftzeiten, Geldstrafen oder Abschiebungen. Viele ausländische Touristen kommen mit Touristenvisa, mischen sich im Nachtleben und tauchen nach kurzen Aufenthalten wieder auf. Es gibt keine klare Liste von Unzulässigkeiten oder Überziehungsstrafen, was zu temporären Rückführungen führt. Dies schafft eine Art „Drehkreuz“ für die Betroffenen. [Quelle]

Die Komplexität des Problems

Pattaya ist tagsüber familienfreundlich, verwandelt sich jedoch nachts in ein Zentrum für Erwachsenenunterhaltung. Maßnahmen zur Beseitigung von Straßenaktivitäten ändern nicht das Gesamtbild; sie verlagern das Geschehen lediglich an andere Orte. Die Behörden argumentieren, dass ihre Einsätze das „Tourismusimage“ von Pattaya schützen, doch die Realität ist komplex. Selektive Durchsetzung konzentriert sich oft auf Sichtbarkeit, anstatt Netzwerke zu zerschlagen oder die zugrunde liegenden Probleme anzugehen. Die vorhersehbaren Ergebnisse: Weitere Festnahmen sind zu erwarten, da die Durchsetzung darauf ausgelegt ist, die Erscheinungen zu managen, ohne die Nachfrage nach bezahlter Gesellschaft zu berücksichtigen.