Ursula Forster und Oskar Lehner sind seit 2016 mit einem umgebauten Geländewagen unterwegs und haben sich auf eine beeindruckende Reise begeben, die sie unter anderem nach Vietnam, Kambodscha und Thailand führte. Im Winter 2024/25 waren sie Teil ihrer dreijährigen Fahrt entlang der Seidenstraße und werden am Donnerstag, 26. Februar, an der Johannes Kepler Universität (JKU) einen Vortrag halten. Dieser wird sich mit den Naturlandschaften, Kulturen und den Herausforderungen der Menschen in diesen Ländern befassen. Interessanterweise ist der Eintritt zu dieser Veranstaltung frei, was allen Interessierten die Möglichkeit bietet, mehr über diese faszinierenden Länder zu erfahren.
Vietnam, das Ursula Forster als Land mit beeindruckenden Naturlandschaften und einer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung beschreibt, hat sich in den letzten Jahren als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt etabliert. Während ihrer Reisen besuchten sie historische Schlachtfelder in Dien Bien Phu, Hanoi, der Halong Bucht, Hue und Ho Chi Minh Stadt, die vormals als Saigon bekannt war. Besonders eindrucksvoll sind die schwimmenden Märkte im Mekong Delta, die die kulturelle Vielfalt und den täglichen Lebensstil der Vietnamesen widerspiegeln. In ihren Bildern präsentieren sie die Geschichte und Kultur Vietnams der letzten 150 Jahre, einschließlich der Befreiung vom französischen Kolonialregime und der Indochina-Kriege.
Kambodscha und die Schatten der Vergangenheit
Ein weiterer wichtiger Teil ihrer Reise führte sie nach Kambodscha, wo Oskar Lehner von seiner Rückkehr berichtet, die auf seine Zeit im Jahr 1993 zurückgeht, als er im Rahmen eines UNO-Einsatzes zur Beendigung des Bürgerkriegs arbeitete. In Kambodscha werden die Themen Khmer-Kultur, die Tempelregion Angkor Wat und die dunkle Zeit des Regimes der Khmer Rouge beleuchtet. Der kambodschanisch-vietnamesische Krieg, der von 1978 bis 1989 zwischen der Khmer Rouge und Vietnam stattfand, hat tiefe Wunden hinterlassen. Dieser Konflikt begann mit einer vietnamesischen Invasion, die die Khmer-Rouge-Regierung stürzte und den kambodschanischen Genozid stoppte, der bis zu 2,8 Millionen Menschen das Leben kostete. Der Krieg führte zu einer tiefen politischen und sozialen Spaltung in Kambodscha, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind.
Die Khmer Rouge, unter der Führung von Pol Pot, führten wiederholt Angriffe auf Vietnam durch, was letztendlich zu dem Konflikt führte, der die Region prägte. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass die Kambodschanische Regierung und Vietnam nach dem Krieg versuchten, eine neue politische Ordnung zu schaffen, die bis zum Pariser Friedensvertrag von 1991 andauerte. Die Zeit nach dem Bürgerkrieg war für Kambodscha eine Herausforderung, und die Rückkehr zur Stabilität verlief alles andere als einfach.
Thailand: Ein Paradies für Abenteurer
In Thailand erkundeten Forster und Lehner die Küstenregionen, einschließlich der beliebten Reiseziele Pattaya und Bangkok. Ihre Abenteuer umfassten auch Tauchgänge in Koh Chang und den Similan Islands. Ein besonders unvergessliches Erlebnis war das Tauchen mit einem Walhai, das sie als eindrucksvoll und emotional beschrieben. Thailand, bekannt für seine atemberaubenden Strände und lebendige Kultur, bietet eine eindrucksvolle Kulisse für Reisende, die sich nach Abenteuer und neuen Erfahrungen sehnen.
Die Erkundung dieser drei Länder zeigt nicht nur die Vielfalt der Kulturen und Landschaften, sondern auch die Herausforderungen, die die Menschen dort im Laufe der Geschichte bewältigen mussten. Der Vortrag von Ursula Forster und Oskar Lehner bietet eine wertvolle Gelegenheit, einen tieferen Einblick in die Komplexität und Schönheit dieser Region zu gewinnen.