Am 17. Februar 2026 wurden in Thailand sechs Vietnamesen festgenommen, die illegal von Kambodscha nach Thailand eingereist waren. Laut einem Bericht des Marinekommandanten Thammanoon Wanna versuchte eine Gruppe von insgesamt 13 Vietnamesen, einen Grenzübergang in Laem Klat zu überqueren. Nur sechs von ihnen gelang es, einen Stacheldrahtzaun zu überwinden; sieben Personen werden seither als vermisst gemeldet. Die Gruppe war vor einem Betrügerring in Kambodscha geflohen, der ihnen versprochen hatte, sie für eine chinesische Organisation arbeiten zu lassen.
Ein Inhaftierter, Tran Phuoc Tai, berichtete, dass ihnen ein monatliches Gehalt von 12.400 Baht (ca. 8,5 Millionen VND) in Aussicht gestellt wurde, welches jedoch nie gezahlt wurde. Stattdessen wurden sie gezwungen, Online-Betrug zu begehen und berichteten von Misshandlungen sowie der Einziehung ihrer Pässe. Die thailändischen Behörden haben die Gruppe aufgrund ihrer illegalen Einreise angeklagt, wie Oberst Montri Jina von der Polizeistation Thabanluen bestätigte. Die Situation wirft ein beunruhigendes Licht auf die Risiken, denen vietnamesische Staatsbürger bei der Flucht vor ausbeuterischen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind.
Vietnamesische Staatsbürger und die Gefahren illegaler Einreise
Die Bundespolizei in Deutschland hat in den letzten Jahren verstärkt vor einer Welle von vietnamesischen Staatsbürgern gewarnt, die mit erschlichenen Visa ins Land kommen. Diese Einreisen sind häufig mit illegalen Arbeitsverhältnissen verbunden, die unter ausbeuterischen Bedingungen stattfinden. Das Abgeordnetenhaus in Berlin und die Berliner Polizei beschäftigen sich intensiv mit dem Verschwinden vietnamesischer Auszubildender, von denen viele nach ihrer Ankunft in Deutschland nicht mehr zum Unterricht erscheinen.
Ein Warnhinweis, der bereits im September 2025 verschickt wurde, richtet sich an Grenzkontrollbehörden in Deutschland sowie an deutsche Visastellen in Vietnam. Anzeichen für verdächtige Einreisen umfassen unter anderem fehlende Sprachkenntnisse trotz vorliegender Sprachzertifikate und die Herkunft aus bestimmten Regionen Vietnams. Berichten zufolge zahlen vietnamesische Staatsbürger oft bis zu 20.000 Euro für Verträge, Sprachzertifikate und Visa an Vermittlungsagenturen, ohne die Hintergründe ihrer Arbeitsaufnahme zu kennen.
Ein gefährlicher Kreislauf
Die Berichte über die Festnahme der Vietnamesen in Thailand stehen in einem größeren Kontext von Menschenhandel und illegaler Migration. Viele Vietnamesen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus ihrem Heimatland fliehen, enden in ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen oder verschwinden gänzlich. Ein Teil dieser Migranten wird nicht nur in Thailand, sondern auch in andere Länder wie Großbritannien weitergeschleust. Der Kreislauf von Hoffnung und Enttäuschung ist alarmierend und erfordert dringend Maßnahmen und Aufklärung.
Die Situation der Vietnamesen, die aus Kambodscha fliehen, ist ein eindrückliches Beispiel für die Herausforderungen, denen Migranten gegenüberstehen. Es ist essentiell, dass sowohl die Herkunftsländer als auch die Aufnahmeländer effektive Strategien entwickeln, um die Menschen vor Betrug und Ausbeutung zu schützen. Die Berichterstattung über solche Vorfälle ist entscheidend, um das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen und notwendige Veränderungen herbeizuführen.
Für weitere Informationen zu den Hintergründen der illegalen Einreise von Vietnamesen und den damit verbundenen Gefahren besuchen Sie bitte die ausführlichen Berichte auf vietnam.vn und tagesschau.de.