Die ersten Testfahrten der Moto3-Weltmeisterschaft haben am 9. und 10. Februar 2026 in Portimão stattgefunden. Doch das Wetter spielte nicht mit: Dauerregen und ungemütliche Bedingungen sorgten dafür, dass nur neun Fahrer am ersten Tag auf die Strecke gingen. Auch am zweiten Tag war es alles andere als ideal, dennoch nahmen mehr Piloten teil und absolvierten einige Trainingseinheiten auf Regenreifen. Die Rundenzeiten waren jedoch unter diesen Bedingungen wenig aussagekräftig. So erzielte Guido Pini vom Leopard-Racing-Team mit einer Zeit von 2:01,242 Minuten die Bestzeit. Der aktuelle Rundenrekord in Portimão liegt bei 1:46,379 Minuten, aufgestellt von José Antonio Rueda im Jahr 2024.
Speedweek berichtet, dass unter den Fahrern auch der Moto3-Rookie Rico Salmela von KTM Tech3 war. Der junge Finne absolvierte am Dienstag 25 Runden, landete jedoch auf Rang 8 und hatte 1,656 Sekunden Rückstand auf Pini. Salmela, der am 14. Februar seinen 18. Geburtstag feiert, blickt bereits optimistisch dem nächsten Test in Jerez entgegen. Dort sind die Wetterbedingungen deutlich besser vorhergesagt, was ihm die Möglichkeit geben könnte, vor dem ersten Rennwochenende in Thailand noch einige wichtige trockene Runden zu drehen.
Wetterbedingungen und Auswirkungen
Die schlechten Wetterverhältnisse in Portugal sind nicht zuletzt dem Sturm Marta geschuldet, der die Iberische Halbinsel im Griff hat. Laut Corsedimoto haben die stürmischen Bedingungen bereits zu Schwierigkeiten in Spanien und Portugal geführt. Dort gibt es Berichte über einen Todesfall sowie zehntausende Vertriebenen. Die Tests wurden deshalb als eine erste Chance angesehen, die vollständigen Starterfelder der beiden Klassen Moto3 und Moto2 für die Saison 2026 zu beobachten. Doch der Sturm hat die Pläne über den Haufen geworfen.
In der Moto3-Klasse sind in diesem Jahr viele neue Gesichter und Teamwechsel dabei. Die Starterliste umfasst unter anderem bekannte Namen wie Guido Pini und Adrian Fernandez von Leopard Racing sowie den Neuling Rico Salmela. Zu den weiteren Teams gehören das Aspar Team, MLav Racing, und Red Bull KTM Tech3, um nur einige zu nennen. Die Fahrer stehen bereits in den Startlöchern und warten darauf, in den kommenden Rennen ihr Können zu zeigen.
Ein Blick auf die technische Seite
Und wie sieht es mit den Motorrädern aus? In der Moto3 kommen Einzylinder-Viertaktmotoren mit maximal 250 ccm zum Einsatz, die eine Leistung von etwa 60 PS erreichen und Geschwindigkeiten bis zu 245 km/h ermöglichen. Die Motorräder müssen bestimmte technische Kriterien erfüllen, darunter ein Mindestgewicht von 148 kg. Die Kosten für die Teilnahme an einer Saison können sich auf maximal 60.000 Euro für sechs Motoren und 85.000 Euro für ein ganzes Motorrad summieren. Auch das Motorsport-Portal hebt hervor, dass diese Klasse eine wichtige Rolle für junge Talente im Motorsport spielt.
Die nächsten Tests finden am 14. und 15. Februar in Jerez statt, und sehr viele hoffen, dass diese Möglichkeit genutzt werden kann, um im Trockenen zu fahren. Die Vorfreude auf das kommende Rennen in Thailand, das am letzten Februarwochenende startet, steigt spürbar. Fahrer, Teams und Fans können sich hoffentlich auf spannende Wettkämpfe und jede Menge Action freuen.