Am Dienstag, den 3. März, ereignete sich in Sakhu, im Thalang-Distrikt von Phuket, ein schwerer Vorfall, bei dem ein Van-Fahrer einen Fußgänger anfuhr und anschließend floh. Der verletzte Mann, dessen Name bislang nicht bekannt ist, wurde nach dem Unfall schwer verletzt auf der Straße zurückgelassen. CCTV-Aufnahmen des Vorfalls verbreiteten sich rasch in sozialen Medien Thailands, was zu einem öffentlichen Aufschrei führte.

Der Fahrer des weißen Vans, der auf dem Weg zum internationalen Flughafen Phuket war, um ausländische Passagiere abzusetzen, ließ das Opfer in einem kritischen Zustand zurück. Zeugen, darunter Autofahrer und Mitarbeiter eines nahegelegenen Eisshops, waren schockiert und versuchten, den Fahrer zu warnen, konnten jedoch nicht rechtzeitig eingreifen. Trotz der öffentlichen Aufmerksamkeit und der Aufrufe zur Selbstanzeige kontaktierte der Fahrer weder das Opfer noch das Krankenhaus.

Festnahme des Fahrers

Die Polizei von Sakhu konnte den Van am 4. März lokalisieren und den Fahrer festnehmen. Seine Identität wurde von der Polizei nicht veröffentlicht. Der Fahrer erklärte, dass er nicht die Absicht gehabt habe, sich der Verantwortung zu entziehen, sondern in Eile gewesen sei, um die Passagiere rechtzeitig zum Flughafen zu bringen. Der verletzte Mann befindet sich unterdessen in ernstem Zustand mit einem gebrochenen Brustkorb und einer durchstochenen Lunge.

Die möglichen Anklagen oder Strafen gegen den Fahrer sind noch nicht bekannt gegeben worden. In ähnlichen Fällen können Fahrer gemäß Abschnitt 300 des Strafgesetzbuchs wegen rücksichtslosen Verhaltens, das zu schweren Verletzungen führt, angeklagt werden. Dies könnte eine Strafe von bis zu drei Jahren Gefängnis oder eine Geldstrafe von bis zu 60.000 Baht oder beides nach sich ziehen. Ein ähnlicher Vorfall in Pattaya im Januar, bei dem ein chinesischer Mann einen Freund auf einem Hotelparkplatz überfuhr, endete tödlich.

Rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr

In einem weiteren Vorfall, der die Sicherheitslage in Phuket beleuchtet, stehen zwei Ausländer unter Polizeiuntersuchung. Ein Video, das sie beim gefährlichen Driften in einem Pickup-Truck auf einem Parkplatz eines 7-Eleven in Bang Tao zeigt, wurde am 26. August in sozialen Medien weit verbreitet. Anwohner haben den Parkplatz als wiederholt von rücksichtlosem Verhalten betroffen beschrieben. Die Polizei von Choeng Thale wurde durch die Facebook-Seite Newshawk Phuket auf den Vorfall aufmerksam und leitete eine Untersuchung ein.

Die betroffenen Ausländer sind noch nicht namentlich bekannt, jedoch äußerte sich eine Frau, die sich als Bulgarin identifizierte und angab, die Fahrzeugbesitzerin zu sein. Sie entschuldigte sich öffentlich und erklärte, dass sie nicht gewusst habe, dass solche Stunts in Thailand nicht erlaubt sind. Bei einer möglichen Anklage könnten die Beteiligten mit Geldstrafen zwischen 400 und 1.000 Baht wegen rücksichtslosen Fahrens rechnen.

Verkehrssicherheit in Thailand

Die Vorfälle in Phuket sind Teil eines größeren Problems, das die Verkehrssicherheit in Thailand betrifft. Laut dem Road Safety Profile der Asian Transport Observatory bleibt die Verkehrssicherheit in Thailand ein kritisches Anliegen. Im Jahr 2021 lag die geschätzte Zahl der Verkehrstoten bei etwa 18.000, was 3,5% aller Todesfälle im Land ausmachte. Trotz einiger Verbesserungen gibt es erhebliche Diskrepanzen in den berichteten Daten zu Verkehrstoten, und die durchschnittliche jährliche Reduktion der Verkehrstoten liegt nur bei 0,6%.

Die thailändischen Behörden haben verschiedene Verkehrssicherheitsziele festgelegt, einschließlich der Reduzierung von Todesfällen bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Thailand Road Safety Master Plan 2022-2027 wurde veröffentlicht, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Infrastruktur zu modernisieren. Die „Decade of Action for Road Safety 2021-2030“ zielt darauf ab, die Verkehrstoten bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Dennoch bleibt der Asien-Pazifik-Raum nicht auf dem richtigen Weg, um dieses Ziel zu erreichen.