Heute, am 9. Februar 2026, steht Thailand vor einer entscheidenden Wende in der wirtschaftlichen Landschaft. Die thailändische Regierung hat eine umfassende Strategie zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes ausgearbeitet, die sich auf strukturierte Reformen konzentriert. Laut Nation Thailand zielt diese Strategie darauf ab, durch verschiedene Initiativen wie „Equal Education Plus“ und eine fokussierte „Green Economy“ den Herausforderungen der globalen Märkte zu begegnen.
Die Initiative „Equal Education Plus“ bietet eine kostenlose Bildung mit garantierten Arbeitsplätzen, die auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes abgestimmt ist. Dies ermöglicht es der Bevölkerung, sich durch Upskilling und Reskilling weiterzuentwickeln. Parallel dazu wird die „Green Economy Plus“ vorangetrieben, die darauf abzielt, das Net-Zero-Ziel bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Dazu gehören Investitionen in saubere Energien wie Gemeinschafts- und schwimmende Solarfarmen sowie die Entwicklung grüner Gesetze und Märkte.
Strategien zur ökologischen und wirtschaftlichen Resilienz
Ein zentraler Bestandteil der thailändischen Wirtschaftspolitik ist der 13. Nationale Wirtschafts- und Sozialentwicklungsplan (2023–2027). Dieser Plan verfolgt vier grundlegende Konzepte: Suffizienzwirtschaft, Resilienz, Gerechtigkeit und ein Bio-Circular-Green (BCG) Wirtschaftsmodell. Dies bedeutet, dass nicht nur ökonomische Aspekte, sondern auch soziale und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Der Fokus liegt auf nachhaltigen Produktions- und Konsumaktivitäten, die Thailands Biodiversität nutzen, um die Gemeinschaften zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der BCG-Industrien zu verbessern, wie UNEP GRID berichtet.
Ein durchaus ehrgeiziges Vorhaben ist die Einführung des Katastrophenfonds, der jeder Familie finanzielle Unterstützung im Falle einer Naturkatastrophe bieten soll. Dies geschieht durch eine Prämie von 1.000 Baht pro Haushalt sowie eine Sofortentschädigung von 100.000 Baht. Ein weiteres Ziel der Regierung ist die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf mindestens 50 % bis 2050, was zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen soll.
Wirtschaftswachstum und Investitionen im Fokus
Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum Thailands sind aktuell nicht rosig: Laut Einschätzungen der Bank of Thailand sowie des SCB Economic Intelligence Centers wird ein Anstieg von lediglich 1,5 bis 1,8 Prozent erwartet, der schwächste Wert seit drei Jahrzehnten. Um diesen Herausforderungen entgegenzutreten, hat die Regierung gezielte wirtschaftliche Stimulationsmaßnahmen ergriffen. Der Leitzins wurde auf 1,25 Prozent gesenkt, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Zusätzlich werden im Rahmen des Hilfspakets 60 Millionen US-Dollar für kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellt.
Ganz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördert Thailand umfangreiche Investitionen in zukunftsträchtige Industrien, darunter Lebensmittel, Bioenergie, medizinische und kreative Sektoren. Die Strategie des BOI Fast Pass soll den Prozess der Genehmigungen für Investitionen erheblich beschleunigen und bis zu 480 Milliarden Baht mobilisieren. Dies alles ist Teil eines größeren Plans, Thailands Position in der globalen Wertschöpfungskette langfristig zu sichern, so Thailand.go.th.
Um sich in der globalen Wirtschaft zu behaupten, wird auf digitale Transformation gesetzt, um kleinen und mittleren Unternehmen eine Plattform zu bieten, von der sie profitieren können. Dies zeigt, dass Thailand nicht nur die Herausforderungen der Gegenwart erkennt, sondern auch bereit ist, für die Zukunft zu kämpfen. Die Weichen sind also gestellt – bleibt zu hoffen, dass die geplanten Maßnahmen auch die gewünschten Früchte tragen.