Heute ist der 16.02.2026 und in Thailand tut sich einiges im Bereich der Visa-Regelungen. Das Kabinett hat am 28. Mai 2024 eine Reihe von Maßnahmen genehmigt, um den Tourismus und die Wirtschaft des Landes zu stärken. Hierzu zählt unter anderem die Visa-Befreiung für 93 Länder, die Aufenthalte von bis zu 60 Tagen ermöglicht. Zudem wurde eine erste Liste von 31 Ländern für Visa on Arrival (VOA) genehmigt, die es den Reisenden erleichtert, ohne vorherige Visabeschaffung nach Thailand einzureisen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, die sowohl kurzfristige als auch mittelfristige und langfristige Ziele verfolgt (Thailand Business News).

Im Rahmen der mittelfristigen Strategien plant die thailändische Regierung, die nicht-immigrantischen Visakategorien von 17 auf 7 bis zum 31. August 2025 zu reduzieren. Auch die Einführung eines digitalen Vorabgenehmigungssystems mit der Thailand Digital Arrival Card (TDAC) ab dem 1. Mai 2025 steht auf der Agenda. Für Reisende, die länger bleiben möchten, wurden das Destination Thailand Visa (DTV) und das Non-Immigrant ED Plus Visum eingeführt. Letzteres erlaubt es Ausländern, die zum Studium oder in Kombination mit Arbeit nach Thailand einreisen, in dem Land zu bleiben und gleichzeitig zu arbeiten (Outlook Traveller).

Einblicke in die Visa-Reform

Die Visa on Arrival-Programme sind aktiv für 31 Länder und Territorien, wobei die Berechtigung für acht weitere Länder in einer zweiten Phase noch geprüft wird. Diese Maßnahmen sollen nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern auch sicherstellen, dass Thailand qualitativ hochwertige Besucher anzieht. Dies ist besonders wichtig, da die Behörden die Anforderungen für Rentnervisa überarbeiten, um finanziell stabile Besucher anzuziehen und einen möglichen Missbrauch der Visa-Befreiungen zu verhindern.

Ein Schwerpunkt der Reformen liegt auf der Aufenthaltsdauer. Hans, ein 58-jähriger Ingenieur aus Stuttgart, äußert Bedenken über die neuen Regelungen. Das Kabinett diskutiert eine mögliche Kürzung der 60-Tage-Regelung für visumfreie Einreisen, was bedeuten könnte, dass Besucher nur noch 30 Tage bleiben dürfen. In diesem Fall könnten Langzeitaufenthalter nach 30 Tagen eine Verlängerung um weitere 30 Tage beantragen, jedoch unter bestimmten Voraussetzungen und gegen eine Gebühr von 1.900 Baht (ca. 51 Euro) (Wochenblitz).

Ausblick und Herausforderungen

Die Diskussion um die Aufenthaltsdauer wird von einem Komitee unter Leitung des Premierministers geführt, da die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ausländischer Touristen nur 21 Tage beträgt. Auch Visa Runs, also kurze Ausreisen und sofortige Rückkehr, werden strenger kontrolliert. Maximal zwei Einreisen pro Kalenderjahr sind erlaubt, was die Einreisebedingungen für Langzeitaufenthalter erschwert.

Doch es gibt auch positive Aspekte: Das DTV ermöglicht digitalen Nomaden und Kulturliebhabern einen Aufenthalt von bis zu fünf Jahren mit mehrfachen Einreisen, während das Long-Term Resident (LTR) Visum wohlhabenden Investoren und hochqualifizierten Fachkräften einen Aufenthalt von zehn Jahren bietet. Auch das Non-Immigrant O-A Visum bleibt eine Option für Rentner ab 50 Jahren, allerdings mit bestimmten finanziellen Anforderungen und der Pflicht zur Krankenversicherung.

Bis August 2026 wird das Non-Immigrant Visa-System weiter vereinfacht, und seit Januar 2025 können Visaanträge weltweit digital gestellt werden, ohne Botschaftsbesuche. Die Thailand Digital Arrival Card (TDAC) ist seit Mai 2025 für alle Nicht-Thai-Staatsangehörigen obligatorisch, was den Einreiseprozess modernisiert und die Grenzkontrollen effizienter gestaltet.

Insgesamt zeigt sich, dass Thailand bestrebt ist, seine Visa-Regelungen zu modernisieren und gleichzeitig die nationale Sicherheit zu wahren. Die aktuellen Entwicklungen sind spannend und bieten sowohl Herausforderungen als auch Chancen für zukünftige Reisende und Langzeitaufenthalter.