Die thailändische Tourismusbehörde TAT hat kürzlich ehrgeizige Pläne für die Zukunft des Tourismus in Thailand angekündigt. Unter dem Titel „Thailand Tourism Next“ soll bis 2026 ein Gesamttourismusumsatz von bis zu drei Billionen Baht generiert werden. Diese Initiative wird von Apichai Chatchalermkit, dem stellvertretenden Gouverneur für Inlandsmarketing der TAT, unterstützt, der auch die Kampagne „Suk Thuntee Tee Tiew Thai“ (Soforthilfe in Thailand) ins Leben gerufen hat. Diese Kampagne zielt darauf ab, das Glück der Reisenden bereits bei Reisebeginn zu fördern und das Konzept des ganzheitlichen Reisens zu etablieren.
Das Konzept des ganzheitlichen Reisens in Thailand soll nicht nur den Körper, sondern auch Geist und Emotionen der Reisenden ansprechen. In einem Zeitalter, in dem immer mehr Menschen Wert auf nachhaltige und verantwortungsvolle Reiseerlebnisse legen, wird TAT auch die Bedeutung der Nachhaltigkeit hervorheben. So wird der Fokus auf Ausgaben für nachhaltige Tourismusprodukte und -dienstleistungen gelegt, um Thailand als Premium-Destination zu positionieren. Gleichzeitig wird die TAT mit Initiativen wie den Thailand Tourism Awards und CF-Hotels versuchen, qualitätsbewusste Reisende zu gewinnen. Weitere Informationen finden Sie in der Quelle hier.
Qualität über Quantität: Die neue Strategie
Die TAT selbst hat den Übergang von einer Erholungsphase zu einer Transformationsphase im Tourismussektor betont. Die Strategie basiert auf dem „Amazing 5 Economy“-Rahmen, der einen „Value over Volume“-Ansatz verfolgt. Dies bedeutet, dass die Qualität der Erfahrungen für die Reisenden im Vordergrund steht, anstatt nur eine hohe Anzahl von Touristen zu generieren. Die „Life Economy“ wird Thailands Position im Wellness- und Medizintourismus stärken, während die „Sub-Culture Economy“ Nischenmärkte wie Film, Sport sowie Yacht- und Kreuzfahrttourismus anvisiert.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der neuen Strategie sind die Prinzipien der „Circular Economy“, die Nachhaltigkeit und regionale Einkommensverteilung fördern sollen. TAT plant außerdem die Entwicklung einer digitalen Plattform für nahtloses Reisen und bargeldlose Lösungen, was die Reiseerfahrung weiter verbessern wird. Damit wird Thailand nicht nur für internationale Touristen, sondern auch für die heimischen Reisenden attraktiver. Die Kampagne „Healing is the New Luxury“ wird international gefördert, während im Inland die Kampagne „Suk Thun Tee, Tee Tiew Thai“ fortgesetzt wird, um hochwertiges Reisen zu fördern. Weitere Details dazu finden Sie in der Quelle hier.
Nachhaltigkeit und lokale Gemeinschaften
In Anbetracht der Herausforderungen, die der Tourismus in Thailand mit sich bringt, ist es entscheidend, einen nachhaltigen Ansatz zu verfolgen. Der sogenannte „Weiße Lotuseffekt“ beschreibt die negativen Auswirkungen des Tourismus auf lokale Kulturen und Ökosysteme. In stark frequentierten Gebieten sind die Lebenshaltungskosten gestiegen, und die Kommerzialisierung traditioneller Bräuche gefährdet deren kulturellen Wert. Der thailändische Tourismussektor hat jedoch erkannt, dass nachhaltige Strategien notwendig sind, um wirtschaftliches Wachstum mit ökologischer Verantwortung zu verbinden.
Initiativen wie der gemeindebasierte Tourismus (CBT) fördern die lokale Einbindung und sorgen dafür, dass die Einnahmen in der Gemeinschaft bleiben. Ökotourismus-Initiativen zielen darauf ab, die Artenvielfalt zu erhalten und umweltfreundliches Verhalten zu fördern. Die thailändische Regierung hat auch Kampagnen wie „Go Green“ gestartet, um nachhaltige Praktiken zu unterstützen. Um die Herausforderungen für nachhaltigen Tourismus zu bewältigen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, NGOs, lokalen Gemeinschaften und staatlichen Stellen notwendig. Mehr dazu finden Sie in der Quelle hier.
Insgesamt zeigt sich, dass Thailand auf einem vielversprechenden Weg ist, um den Tourismus nachhaltig zu gestalten und gleichzeitig die Lebensqualität der Einheimischen zu verbessern. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie erfolgreich diese Initiativen umgesetzt werden können und ob sie die erhofften positiven Effekte mit sich bringen.