Am 10. Februar 2026 gab Anutin Charnvirakul, der Vorsitzende der Bhumjaithai-Partei und Premierministerkandidat, eine Pressekonferenz, bei der er mit Zuversicht die Stabilität der neuen Regierung unterstrich. Er ist überzeugt, dass die Regierung ihre vierjährige Amtszeit erfolgreich absolvieren kann. Diese Überzeugung folgt auf den Sieg seiner Partei bei den Parlamentswahlen, die am 8. Februar stattfanden, wo Bhumjaithai mindestens 192 von 500 Sitzen im Repräsentantenhaus gewinnen konnte. Mit dieser Mehrheit war der Erfolg laut Vietnam.vn entscheidend, um die politische Instabilität in Thailand zu mindern.
Die aufstrebenden Herausforderungen sind jedoch nicht zu übersehen. Analysten warnen, dass die neue Regierung vor wirtschaftlichen Problemen stehen könnte, und Anutin betont die zentrale Aufgabe, den Zusammenhalt innerhalb der Koalition aufrechtzuerhalten. Um ihre Macht zu festigen, bereitet sich die Bhumjaithai-Partei jetzt auf Koalitionsverhandlungen vor. Die People’s Party (PP) hat bereits angekündigt, in die Opposition zu gehen und das parlamentarische System zu respektieren, während die anderen Parteien ihre Positionen neu sortieren müssen.
Ein Blick auf die Wahlen
Die Wahlen am 8. Februar 2026 haben ein klares Bild gezeichnet: Die Bhumjaithai-Partei schaffte es, die Wahl mit einem Stimmanteil zu gewinnen, der ihr zwar keine absolute Mehrheit sichert, aber dennoch eine solide Grundlage für die Regierung bietet. Die reformorientierte PP landete mit 114 Sitzen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Pheu Thai, der Partei des Milliardärs Thaksin Shinawatra, mit 78 Sitzen. Anutin plant, das Vertrauen der Wähler zurückzugeben, indem er eine stärkere Regierung aufbaut, jedoch ist der klare Koalitionskurs unabdingbar, um die 251 Sitze zu erreichen, die für eine absolute Mehrheit notwendig wären. Hier setzt die Bhumjaithai-Partei auf breite Partnerschaften, um die Regierungsführung zu stabilisieren.
Die Vorbereitungen für die Koalitionsgespräche könnten jedoch durch vergangene Spannungen innerhalb der Regierung belastet werden. Im vergangenen Jahr sah sich die Bhumjaithai-Partei gezwungen, sich aus der Koalitionsregierung von Premierministerin Paetongtarn Shinawatra zurückzuziehen. Auslöser waren durchgesickerte Telefongespräche zwischen Shinawatra und dem ehemaligen kambodschanischen Premierminister Hun Sen, die als diplomatische Fauxpas wahrgenommen wurden. In ihrem Rückzug, der am 18. Juni 2025 bekannt gegeben wurde, kamen Bhumjaithai insgesamt 69 Sitze abhanden, was die parlamentarische Mehrheit weiter schwächte. Der Rückzug wurde von der Öffentlichkeit stark kritisiert und warf Fragen zur Stabilität der Regierung auf The Phuket Express.
Der Weg nach vorne
Diese politischen Turbulenzen werfen ein Licht auf die Herausforderungen, die Anutin und seine Koalitionspartner erwarten. Das Bemühen um einen stabilen politischen Kurs steht offensichtlich im Mittelpunkt, wobei Anutin die anstehenden wirtschaftlichen Herausforderungen in den Vordergrund stellt. Die Unterstützung der Wähler sowie der Erhalt der parlamentarischen Loyalität innerhalb der verschiedenen Parteien wird entscheidend sein, um eine langlebige und effektive Regierung zu sichern. Auch die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen könnten von strategischer Bedeutung sein, insbesondere im Hinblick auf die möglichen Ansprüche von anderen Parteien, die sich um Macht und Einfluss bemühen.
Mit Blick auf die neue politische Landschaft in Thailand bleibt abzuwarten, wie gut Anutin und die Bhumjaithai-Partei diese Herausforderungen meistern werden. Die nächsten Monate könnten wegweisend für die Zukunft des Landes sein, und die Bürger dürfen gespannt sein, welche Maßnahmen von der neuen Regierung ergriffen werden, um die Weichen für ein dauerhaften Frieden und ein florierendes Thailand zu stellen.