Thailand hat sich als einer der führenden Anbieter auf dem globalen Reisexportmarkt etabliert. Mit einem klaren Fokus auf die Förderung von weißem Reis und parboiled Reis in asiatischen und afrikanischen Märkten strebt das Land an, das Vertrauen in die Qualität und die Standards seiner Produkte zu stärken. Im Jahr 2025 übertraf Thailand mit einem Exportvolumen von 7.899.987 Tonnen Reis und einem Wert von 148,204 Milliarden THB das gesetzte Ziel von 7,5 Millionen Tonnen. Auch für 2026 wird eine Exportprognose von 7 Millionen Tonnen erwartet, wobei bereits im Januar 2026 über 530.000 Tonnen Reis im Wert von mehr als 9,7 Milliarden THB exportiert wurden. Zu den Hauptmärkten zählen Irak, USA, Südafrika, Malaysia, Angola, Kamerun, Senegal und China, was die vielseitige Nachfrage nach thailändischem Reis verdeutlicht. Zudem zeigen die Märkte für hochwertigen und gesunden Reis weiterhin vielversprechende Wachstumstrends, da die Abteilung für Außenhandel plant, die Marktförderungsaktivitäten fortzusetzen, um die angestrebten Exportzahlen zu erreichen (Quelle).

Ein Blick auf die Exportzahlen zwischen Januar und Oktober 2024 zeigt, dass Thailand bereits 8,35 Millionen Tonnen Reis exportierte, was einem Wert von 191 Milliarden Baht (ca. 5,4 Milliarden US-Dollar) entspricht. Dies bedeutet einen Anstieg von 20,3% in der Menge und 39,8% im Wert im Vergleich zum Vorjahr. Besonders hervorzuheben ist der weiße Reis, der mit 5,18 Millionen Tonnen die führende Exportart darstellt. Weitere exportierte Reissorten sind unter anderem Hom Mali Reis, parboiled Reis, thailändischer Duftreis, Klebreis und Vollkornreis. Für 2024 wird eine weitere Steigerung auf 9 Millionen Tonnen Reisexporte bei einem Gesamtwert von 230 Milliarden Baht prognostiziert. Faktoren wie die wachsende Nachfrage in Märkten wie Indonesien, Irak und den Philippinen sowie Indiens exportsteuernde Maßnahmen haben zu diesem Anstieg beigetragen (Quelle).

Herausforderungen und Chancen

Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen, die die Exportzahlen beeinflussen könnten. Indien plant möglicherweise, seine Exportbeschränkungen aufzuheben, was die Wettbewerbsfähigkeit des thailändischen Reises belasten könnte. Zudem könnte die erwartete Steigerung der globalen Reisproduktion sowie eine Reduzierung der Importe durch große Abnehmer die Exportzahlen beeinflussen. Der schwache Baht, der aktuell zwischen 36 und 37 Baht pro Dollar schwankt, hat jedoch die Wettbewerbsfähigkeit thailändischen Reises gestärkt und könnte auch weiterhin ein entscheidender Faktor sein. Ein Treffen mit der Vereinigung der thailändischen Reisexporteure hat bereits stattgefunden, um die aktuelle Exportlage zu besprechen und Maßnahmen zu ergreifen, die den Export fördern können (Quelle).

Die Nachfrage aus Schlüsselregionen wie den Philippinen und Indonesien bleibt stabil und hilft, die Auswirkungen von Inflation und Dürre zu mildern. Die Philippinen haben zudem die Importzölle auf Reis von 35% auf 15% bis 2028 gesenkt, was die Importe in diesem Land voraussichtlich auf bis zu 4,7 Millionen Tonnen steigern könnte. Um die Marktchancen weiter zu nutzen, plant Thailand eine verstärkte Teilnahme an internationalen Messen und die Bereitstellung von Wissen an Landwirte, damit sie ihre Produktion besser an die globalen Marktanforderungen anpassen können.

Insgesamt zeigt sich, dass Thailand im Reisexportgeschäft gut aufgestellt ist und weiterhin an der Stärkung seiner Position auf dem Weltmarkt arbeitet. Mit der richtigen Strategie und einem klaren Fokus auf Qualität und Expansion in neue Märkte steht das Land vor einer vielversprechenden Zukunft in der globalen Reisproduktion und -vermarktung.