Heute ist der 17.02.2026. In Thailand zeigt sich eine gemischte wirtschaftliche Landschaft, die sich nach den Herausforderungen der letzten Jahre allmählich erholt. Im Jahr 2025 wuchs die thailändische Wirtschaft um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies stellt zwar einen Rückgang gegenüber dem Wachstum von 2,9 % im Jahr 2024 dar, dennoch markiert es das fünfte aufeinanderfolgende Jahr wirtschaftlicher Expansion. Besonders erfreulich ist das beschleunigte Wachstum im vierten Quartal 2025, wo die Wirtschaft um 2,5 % zulegte, ein Anstieg von nur 1,2 % im dritten Quartal 2025. Faktoren, die zu diesem Wachstum beigetragen haben, sind unter anderem der Anstieg des privaten Konsums, öffentliche Investitionen und steigende staatliche Ausgaben, trotz eines Rückgangs der Exporte. Danucha Pichayanan, der Generalsekretär des NESDC, führte die bessere als erwartete Performance auf starke Warenexporte, eine Erholung der privaten Investitionen und schnellere öffentliche Investitionen zurück. Die Wachstumsprognose für 2026 liegt zwischen 1,5 % und 2,5 %, was eine Verbesserung gegenüber der vorherigen Schätzung von 1,2 % bis 2,2 % darstellt. Zukünftiges Wachstum wird voraussichtlich durch anhaltenden privaten Konsum und Investitionen, ein erhöhtes Budget für Ausgaben, eine schrittweise Erholung des Tourismus sowie günstige agrarische Bedingungen unterstützt. Weitere Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel auf Xinhua News.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
Im zweiten Quartal 2023 wuchs die thailändische Wirtschaft um 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr, was über der mittleren Schätzung von 2,7 % in einer Bloomberg-Umfrage lag. Das Wachstum im ersten Quartal 2023 betrug 3,2 %. Diese positiven Entwicklungen wurden jedoch von einem Anstieg der Exporte vor der Einführung höherer US-Zölle begleitet. Der Baht notierte bei 32,44 zum US-Dollar nach der Veröffentlichung der Daten. Trotz dieser positiven Aspekte gibt es auch Herausforderungen: Die privaten Konsumausgaben, staatlichen Konsumausgaben, öffentlichen Investitionen und der Dienstleistungsexport zeigen eine Verlangsamung. Thailand bereitet sich auf eine längere Phase wirtschaftlicher Schwäche vor, insbesondere mit der Einführung von 19-prozentigen Zöllen auf Lieferungen in die USA, die Thailands größten Exportmarkt darstellen.
Ein weiterer negativer Faktor ist der schwächelnde Tourismus sowie die innenpolitische Instabilität, die durch die Suspendierung von Premierminister Paetongtarn Shinawatra verstärkt wird. Zudem gibt es Berichte über tödliche Grenzkonflikte mit Kambodscha. Die Bank von Thailand hat den Leitzins zum vierten Mal seit Oktober 2022 gesenkt, um die wirtschaftliche Stabilität zu fördern. Im Vergleich zum ersten Quartal 2023 wuchs die Wirtschaft um 0,6 %, was die Prognose von 0,5 % übertraf. Die Regierung hat die Wachstumsprognose für 2025 von 1,3 % auf 1,8 % bis 2,3 % korrigiert, während die größte private Wirtschaftsgruppe des Landes ihre Prognose auf 1,8 % bis 2,2 % erhöhte. Die Warnungen über intensiven Preiswettbewerb, einen starken Baht und die Verlangsamung des Tourismus könnten jedoch die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte belasten. Weitere Details finden Sie in dem Artikel auf Thailand Tip.
Ausblick und zukünftige Entwicklungen
Die thailändische Wirtschaft steht also an einem Wendepunkt, an dem positive Wachstumszahlen auf ernsthafte Herausforderungen treffen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten entwickeln werden. Die Prognosen für 2026 deuten auf ein moderates, aber stabiles Wachstum hin, das durch eine Erholung in verschiedenen Sektoren, einschließlich des Tourismus, gefördert werden könnte. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Richtung der thailändischen Wirtschaft zu bestimmen und ob sie die aktuelle Phase der Unsicherheit nachhaltig überwinden kann.