Am 9. Februar 2026 wurde der britische Multimillionär und Mitbegründer von Asos, Quentin Griffiths, im Alter von 58 Jahren tot in Pattaya, Thailand, aufgefunden. Er stürzte aus dem 17. Stock seines Wohngebäudes. Die Polizei identifizierte Griffiths nach dem Sturz; sein Körper wurde am Fuße des Gebäudes unterhalb seines Balkons gefunden. Die Wohnung war von innen verschlossen, und es gab keine Anzeichen für ein Verbrechen oder eine Auseinandersetzung. Überwachungskameraaufnahmen hatten niemanden gezeigt, der die Wohnung betreten hatte. Erste Ermittlungen deuten auf Selbstmord hin, doch Fremdverschulden wurde nicht ausgeschlossen. Eine vollständige Obduktion könnte mehrere Monate in Anspruch nehmen. Griffiths hinterlässt fünf Kinder aus zwei Ehen.

Griffiths war in zwei Polizeiermittlungen verwickelt, die ihm offenbar Stress bereiteten. Seine thailändische Ex-Frau beschuldigte ihn, rund 570.000 Euro von der gemeinsamen Firma gestohlen zu haben. Zudem wurde er 2025 festgenommen und verhört wegen des Vorwurfs, Dokumente gefälscht zu haben, um ohne Wissen seiner Ex-Frau Grundstücke und Anteile zu verkaufen. Trotz dieser Vorwürfe hatte Griffiths stets betont, dass er unschuldig sei. Sein Tod wirft viele Fragen auf, und ein Vertrauter aus seinem Familienkreis bezeichnete die Umstände als „echt rätselhaft“.

Die Karriere von Quentin Griffiths

Quentin Griffiths war ein einflussreicher Unternehmer, der Asos im Jahr 2000 mitbegründete. Das Unternehmen hat sich zu einem der größten Online-Modehändler entwickelt und wird heute auf einen Wert von etwa 3,4 Milliarden Euro geschätzt. Griffiths war bis 2005 Marketing-Direktor und verdiente 2010 durch Aktienverkäufe etwa 17 Millionen Euro. Nach seiner Zeit bei Asos wanderte er etwa 2007 nach Thailand aus, wo er eine Thailänderin heiratete und mit ihr einen Sohn und eine Tochter hatte. Das Paar trennte sich jedoch vor einigen Jahren.

Die genauen Umstände von Griffiths’ Tod sind weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern an, und die Polizei hat bisher keine Anzeichen für ein Verbrechen gefunden. Ein Sprecher des britischen Außenministeriums bestätigte die Unterstützung der Familie und den Kontakt zu den örtlichen Behörden. Die Todesursache wird nach einer vollständigen Obduktion bekannt gegeben, die einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Suizidraten in Thailand

Griffiths’ Tod fällt in einen Kontext, der in Thailand von zunehmenden Suizidraten geprägt ist. Laut Studien, die zwischen 2013 und 2019 durchgeführt wurden, wird berichtet, dass jährlich etwa 4000 bis 5000 Suizide in Thailand verzeichnet werden. Männliche Personen sind überproportional betroffen, wobei 80% der erfolgreichen Suizide Männer sind und das Durchschnittsalter der Betroffenen 45,37 Jahre beträgt. Bei den Suizidversuchen sind hingegen Frauen überrepräsentiert. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Notwendigkeit, geschlechtsspezifische Aspekte in der öffentlichen Gesundheit zu berücksichtigen und geeignete Präventionsstrategien zu entwickeln.

Die offizielle Suizidrate in Thailand betrug im Jahr 2019 6,64 pro 100.000, wobei 76,5% der Suizide Personen im Alter von 20 bis 59 Jahren betrafen. Hochletale Methoden wie Erhängen und Gasvergiftung sind in den meisten Fällen zu beobachten. Der Anstieg der Suizid-Inzidenz in Thailand zeigt die Dringlichkeit, das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schärfen und Unterstützungssysteme für Betroffene zu etablieren. In Anbetracht der aktuellen Situation ist es wichtig, die psychische Gesundheit als ein zentrales Anliegen der Gesellschaft zu betrachten.