Im Khao Yai Nationalpark, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Bangkok, geschah ein tragischer Vorfall, der die Sicherheit von Touristen stark in den Fokus rückt. Am 2. Februar 2026 wurde ein 69-jähriger thailändischer Tourist von einem aggressiven Elefanten namens „Oyewan“ angegriffen und tödlich verletzt. Er hatte sich am frühen Morgen in der Nähe seines Zeltes außerhalb seiner Unterkunft aufgehalten, als der Elefant, der sich offenbar in der Brunft befand, bereitwillig zugriff. Mit seinem Rüssel packte er den Mann, schleuderte ihn nieder und trampelte dann auf ihm ein. Während seine Ehefrau aus der Gefahrenzone fliehen konnte, waren andere Camper durch die erschreckenden Szenen gelähmt und blieben in ihren Zelten, laut rosenheim24.

Dieser Vorfall ist nicht der erste seiner Art: Seit zwei Jahren hat derselbe Elefant bereits zwei weitere Menschenleben gefordert. Der Nationalpark selbst hat Bedenken, dass der Elefant möglicherweise auch für weitere ungeklärte Todesfälle von Besuchern verantwortlich ist. Die Behörden reagierten rasch, indem sie Wildhüter und lokale Polizei zum Unglücksort entsandten, um den Elefanten zu vertreiben und die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen. Es wird über eine Umsiedlung des Tieres nachgedacht, um künftige Tragödien zu verhindern, wie aus Berichten von nau hervorgeht.

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen

Nach dem tödlichen Vorfall haben die Behörden im Khao Yai Nationalpark Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Touristen zu erhöhen. Der Gouverneur der Provinz Nakhon Ratchasima, Anupong Suksomnit, ordnete die Schließung des Campingplatzes an, in dem der Vorfall stattfand. Parkranger sind nun ständig im Einsatz, um die touristischen Gebiete zu überwachen. Zudem wird Touristen geraten, bei etwaigen Begegnungen mit Elefanten leise zu bleiben und in Gruppen zu reisen. Während der Trockenzeit suchen wilde Elefanten gelegentlich vermehrt menschliche Siedlungen auf, was die Wahrscheinlichkeit von Konflikten erhöht, berichtet stern.

Die Elefanten sind nicht nur ein Nationaltier Thailands, sondern auch gesetzlich geschützt und werden von der Bevölkerung verehrt. Dennoch leben in freier Wildbahn nur noch etwa 4.000 bis 4.500 asiatische Elefanten, die von der IUCN als stark gefährdet eingestuft werden. Der stetige Verlust ihres Lebensraums trägt dazu bei, dass es zu vermehrten Begegnungen zwischen Mensch und Tier kommt. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich nicht nur im Khao Yai Nationalpark, sondern auch im angrenzenden Thap Lan Nationalpark, wo etwa 200 Elefanten leben.

Die Ereignisse der letzten Tage haben einmal mehr die Fragilität des Zusammenlebens zwischen Menschen und wilden Tieren in den Vordergrund gerückt und die Notwendigkeit, die Lebensräume der Elefanten zu schützen, dringender denn je gemacht.