In einem wichtigen Schritt zur Unterstützung ausländischer Arbeitskräfte in Thailand hat der Ausschuss für die Verwaltung ausländischer Arbeitskräfte unter dem Vorsitz von Arbeitsminister Treenuch Thienthong in Mahachai, einem Vorort von Bangkok, beschlossen, die Bearbeitungszeit für die Erneuerung von Arbeitserlaubnissen für Arbeitnehmer aus Laos, Myanmar und Vietnam zu verlängern. Ursprünglich war die Frist auf den 24. Februar festgelegt, nun haben die Betroffenen bis zum 31. März Zeit, um die notwendigen Unterlagen einzureichen. Diese Entscheidung wurde getroffen, um den zahlreichen Problemen Rechnung zu tragen, die bei der Einreichung von Krankenversicherungsunterlagen, medizinischen Untersuchungen und der Zahlung der Gebühr von 900 Baht (ca. 29 USD) aufgetreten sind. Während dieser Verlängerung dürfen die Arbeiter legal im Land bleiben und arbeiten.

Aktuell haben von insgesamt 890.786 ausländischen Arbeitskräften aus den drei genannten Ländern 375.038 das Verfahren zur Erlangung einer Arbeitserlaubnis noch nicht abgeschlossen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, einen Arbeitskräftemangel zu vermeiden, die Produktion zu stabilisieren und den heimischen Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten. Die Ergebnisse des Treffens werden nun dem Kabinett zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt.

Arbeitserlaubnis: Grundlagen und Anforderungen

Um in Thailand legal arbeiten zu können, benötigen Ausländer eine Arbeitserlaubnis. Diese legt nicht nur die Position und die berufliche Tätigkeit des Antragstellers fest, sondern auch das thailändische Unternehmen, für das sie tätig sind. Unabhängig vom Visumstatus ist es Ausländern untersagt, ohne eine solche Erlaubnis zu arbeiten. Die Beantragung einer Arbeitserlaubnis erfolgt im zuständigen Büro des Arbeitsministeriums und dauert in der Regel zwischen 7 und 14 Werktagen. Zuvor muss jedoch ein Nichteinwanderungsvisum (Non-B oder Non-O) beantragt werden, idealerweise bevor man nach Thailand einreist.

Für die Beantragung der Arbeitserlaubnis sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehören ein gültiges Nichteinwanderungs- oder Aufenthaltsvisum, sowie ein Arbeitgeber, der die notwendigen Dokumente bereitstellt. Die benötigten Unterlagen umfassen unter anderem zwei Passfotos, ein ärztliches Attest, den Originalreisepass, eine Arbeitsbescheinigung und ein Abschlusszeugnis. Arbeitgeber müssen ebenfalls eine Reihe von Dokumenten zur Verfügung stellen, darunter Unternehmenszertifikate und Steuerunterlagen. Es ist wichtig zu beachten, dass Arbeitnehmer ihre Arbeitserlaubnis stets bei sich tragen müssen und nur die in der Erlaubnis angegebene Tätigkeit ausüben dürfen.

Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Die Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Thailand sind durch das Arbeitsschutzgesetz und das Zivil- und Handelsgesetzbuch geregelt. Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Angestellten mindestens 13 gesetzliche Feiertage und 6 Urlaubstage pro Jahr zu gewähren. Zudem haben Arbeitnehmer Anspruch auf 30 Arbeitstage Krankenurlaub pro Jahr sowie auf 90 Tage Mutterschaftsurlaub. Auch die Sozialversicherungsbeiträge sind für alle Arbeitnehmer eines thailändischen Arbeitgebers obligatorisch und bieten verschiedene Absicherungen wie Arbeitslosengeld und Altersleistungen.

Das thailändische Sozialversicherungssystem stellt sicher, dass auch Expats die gleichen Leistungen wie thailändische Staatsangehörige erhalten. Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter innerhalb von 30 Tagen nach Arbeitsbeginn bei der Sozialversicherung anmelden. Verstöße gegen die Bestimmungen, etwa die Beschäftigung ohne gültige Arbeitserlaubnis, können zu hohen Geldstrafen und sogar zu Haftstrafen führen.

Insgesamt gibt es in Thailand etwa 2,4 Millionen Wanderarbeiter, von denen 1,2 Millionen bei den Behörden registriert sind. Die aktuelle Diskussion um die Verlängerung der Bearbeitungszeit für Arbeitserlaubnisse ist ein wichtiger Schritt, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Arbeitskräfte zu verbessern und ihren Aufenthalt in Thailand zu erleichtern. Für Arbeitgeber besteht nun bis zum 30. März 2025 die Möglichkeit, Arbeitserlaubnisse für registrierte Wanderarbeiter zu beantragen, um mögliche Strafen und die Risiken einer illegalen Beschäftigung zu vermeiden.

Für eine detaillierte Übersicht über das Verfahren zur Beantragung einer Arbeitserlaubnis und die damit verbundenen Anforderungen können Interessierte die umfassenden Informationen in den Quellen nachlesen: Vietnam.vn, Wochenblitz und Mahanakorn Partners.