Die idyllische Insel Koh Larn, nur etwa 8 Kilometer von Pattaya entfernt, steht vor einer ernsthaften Herausforderung: Wasserknappheit. Trotz ihrer Schönheit und der Anziehungskraft für Touristen kämpfen die Einheimischen mit anhaltenden Wasserproblemen, die sowohl die Lebensqualität der Bewohner als auch die touristische Infrastruktur belasten. Die anhaltende Dürre und die hohe Nachfrage durch täglich bis zu 10.000 Touristen verschärfen die Situation erheblich, sodass die Preise für Wasser von privaten Anbietern in die Höhe schießen. Normalerweise kosten 150 Baht pro Tonne Wasser, doch bei hoher Nachfrage können die Preise auf bis zu 2.000 Baht pro Fahrt ansteigen. Dies stellt eine erhebliche finanzielle Belastung für die Anwohner dar.

Die Stadtverwaltung von Pattaya hat die Dringlichkeit der Situation erkannt und diskutiert nun Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung auf Koh Larn. Insbesondere die Stadtratsmitglieder, einschließlich Wasan Sukkee, äußern Kritik an der langen Dauer der Machbarkeitsstudie, die über vier Jahre in Anspruch nimmt. Technische Defekte in der bestehenden Infrastruktur haben die tägliche Wasserproduktion von 400 auf etwa 100 Kubikmeter reduziert, sodass viele Bewohner gezwungen sind, teures Wasser von privaten Anbietern zu kaufen. Stellvertretender Bürgermeister Manot Nongyai kündigte zudem ein neues Wasserproduktionsprojekt im Rahmen einer Public-Private-Partnership an, das die Zustimmung des Ministry of Interior erhalten hat. Der Entwurf der Projektbedingungen wird derzeit von der Kasetsart University technisch geprüft.

Wasserbedarf und Herausforderungen

Die aktuellen Herausforderungen in der Wasserversorgung sind gravierend. Die bestehende Infrastruktur auf Koh Larn produziert lediglich 300 Kubikmeter Wasser täglich, während die Nachfrage der Inselbewohner zwischen 2.000 und 3.000 Kubikmetern pro Tag liegt. Die Eastern Water Resources Development and Management Plc ist der derzeitige Wasserlieferant, jedoch ist der Vertrag bis September 2024 verlängert worden, ohne dass eine spürbare Verbesserung in Sicht ist. Die Stadt plant daher, mit einem neuen Wasserlieferanten zusammenzuarbeiten, um die Produktion auf 1.000 Kubikmeter pro Tag zu erhöhen. Diese Partnerschaft könnte sowohl der Stadt als auch dem privaten Betreiber zugutekommen und wäre ein wichtiger Schritt zur Lösung der Wasserkrise auf der Insel.

Die Wasserknappheit auf Koh Larn wird nicht nur durch die Dürre verursacht, sondern auch durch den dramatischen Anstieg der Touristenströme. Anwohner wie Kanchanop Sukkhi berichten von häufigen Wasserengpässen, insbesondere in der Trockenzeit, und private Anbieter nutzen die kritische Situation aus, um hohe Preise zu verlangen. Dies führt zu einem Teufelskreis, der die Lebensqualität der Bewohner weiter beeinträchtigt und auch die touristischen Aktivitäten gefährdet.

Ein Blick in die Zukunft

Die Stadtverwaltung ist gefordert, rasch konkrete Lösungen zur Verbesserung der Wasserversorgung zu implementieren. Wasan Sukkee schlägt vor, das Projekt aus dem städtischen Reservefonds von rund 1,7 Milliarden Baht zu finanzieren, um die dringend benötigte Infrastruktur schnell aufbauen zu können. Die Einbindung von Experten und die technische Prüfung durch die Kasetsart University sind wichtige Schritte, um sicherzustellen, dass das neue System effizient und nachhaltig ist.

Insgesamt steht Koh Larn nicht nur vor der Herausforderung, die Wasserversorgung für die ansässige Bevölkerung zu sichern, sondern auch, die Bedürfnisse der Touristen zu erfüllen, die einen wesentlichen Teil der Wirtschaft der Insel ausmachen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um eine langfristige Lösung für die Wasserknappheit zu finden und die Lebensbedingungen auf Koh Larn nachhaltig zu verbessern. Für weitere Informationen zu den Entwicklungen auf Koh Larn können Sie die Artikel auf Pattaya Mail, The Thaiger und Thailand Tip nachlesen.