In Thailand hat sich ein besorgniserregender Trend von Überfällen auf Goldgeschäfte entwickelt, der nicht nur die Sicherheitslage in den Geschäften selbst betrifft, sondern auch die allgemeine Wahrnehmung von Sicherheit in der Bevölkerung. So zeigen CCTV-Aufnahmen einen Verdächtigen, der einen Goldladen in Khon Kaen während eines Überfalls betritt. Die Polizei ist derzeit damit beschäftigt, die Überwachungsbilder zu analysieren, um die Fluchtwege des Täters zu ermitteln und seine Identität festzustellen. Bei diesem Vorfall handelte es sich um einen alleinstehenden Täter, der 26 Baht Gold im Wert von fast 2 Millionen Baht entwendete. Diese Vorfälle sind Teil einer zunehmenden Welle von bewaffneten Überfällen, die vor allem Goldgeschäfte ins Visier nehmen, da diese aufgrund ihrer Sichtbarkeit, der hohen Liquidität und der begrenzten Sicherheitsvorkehrungen attraktive Ziele darstellen. Viele Goldgeschäfte befinden sich in Gemeinschaftsbereichen mit minimalem privaten Sicherheitsaufwand, was sie noch verwundbarer macht. Die Royal Thai Police sieht sich einem großen Druck ausgesetzt, schnell und effektiv auf solche Verbrechen zu reagieren. Jeder Überfall führt zu einem Zyklus von CCTV-Überprüfungen, Tür-zu-Tür-Kontrollen und Koordination mit Gemeindeführern. Es gibt jedoch einen Mangel an nationaler Diskussion über Mindeststandards für die Sicherheit von hochriskanten Geschäften, was die Situation weiter verschärft. Oft erscheinen die Verdächtigen selbstbewusst, wohlwissend um die Reaktionszeiten der Polizei und die blinden Flecken der Kameras. Die rechtlichen Verfahren können sich hinziehen, und die Abschreckung gegen Verbrechen bleibt schwach. Diese Thematik wird in einem Artikel deutlich, der die ungleiche Verantwortung für die Kriminalprävention beleuchtet, die größtenteils in den Händen der Polizei liegt, nachdem die Verbrechen bereits geschehen sind. Quelle.
Gewalttaten und gezielte Überfälle
Am 5. Oktober 2025 erlebte ein Goldladen im Big C Einkaufszentrum in Su-ngai Kolok, Narathiwat, einen besonders brutalen Überfall. Acht maskierte und bewaffnete Männer stürmten den Laden, während sie mit Sturmgewehren und in schwarzer taktischer Kleidung ausgestattet waren. Innerhalb von rund zehn Minuten erbeuteten sie Gold im Wert von geschätzten 24 Millionen Baht, was zu erheblichen Verletzungen führte, als ein Soldat während des Überfalls angeschossen wurde. Ein Zivilist wurde als Geisel genommen, jedoch später unversehrt freigelassen. Die Gang setzte Ablenkungsmanöver ein, wie das Platzieren von gefälschten Bomben und das Ausstreuen von Nägeln auf der Straße, um die Polizei zu behindern. Diese Taktiken machen deutlich, wie gut organisiert und gewalttätig die Täter sind. Die Polizei hat Straßensperren eingerichtet und sucht nach weiteren Hinweisen und Zeugen, während die Stadt Su-ngai Kolok in Alarmbereitschaft ist und die Bevölkerung besorgt über ihre Sicherheit ist. Quelle.
Sicherheitsproblematik in Einkaufszentren
Die Sicherheitslage in Goldgeschäften, insbesondere in Einkaufszentren, ist kritisch. Diese Geschäfte sind oft in offenen Bereichen mit mehreren Ein- und Ausgängen betrieben, was die Überwachung erschwert. Ein Beispiel: Am 2. März 2025 stahl ein maskierter Täter in Mae Sot, Provinz Tak, Goldschmuck im Wert von über 4,7 Millionen Baht in nur einer Minute. Viele Geschäfte verfügen über unzureichende Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa mangelnde Videoüberwachung und unzureichendes Sicherheitspersonal. Einkaufszentren sind stark frequentiert, was es den Sicherheitskräften zusätzlich erschwert, verdächtige Aktivitäten zu erkennen. Die Kriminalität umfasst nicht nur bewaffnete Überfälle, sondern auch „Smash-and-Grab“-Methoden und Täter, die sich als Lieferfahrer verkleiden. Zudem fliehen bewaffnete Verdächtige häufig auf Motorrädern, was die Spurensuche der Polizei weiter erschwert.
Um die Sicherheit zu verbessern, raten die Behörden Goldgeschäftsinhabern, verschiedene Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wie die Installation fortschrittlicher Überwachungskameras mit Echtzeitmonitoring, die Einstellung von ausgebildetem Sicherheitspersonal während Stoßzeiten und die Implementierung von Notfallreaktionssystemen zur schnellen Alarmierung der Polizei. Geschäftsinhaber und Strafverfolgungsbehörden müssen proaktive Maßnahmen ergreifen, um Überfälle zu verhindern. Einkaufszentren sollten zudem eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Sicherheitsinfrastruktur zu verbessern. Kunden sind aufgefordert, wachsam zu bleiben und verdächtiges Verhalten zu melden, um Verbrechen zu verhindern. Quelle.