Waffenruhe zwischen Thailand und Kambodscha: Hoffnung auf Frieden!
Thailand und Kambodscha vereinbaren eine Waffenruhe zur Beendigung wochenlanger Grenzgefechte, überwacht von ASEAN.

Waffenruhe zwischen Thailand und Kambodscha: Hoffnung auf Frieden!
Thailand und Kambodscha haben am 27. Dezember 2025 eine sofortige Waffenruhe vereinbart, um die wochenlangen Grenzgefechte zu beenden. Die Verteidigungsminister beider Länder, Natthaphon Narkphanit aus Thailand und Tea Seiha aus Kambodscha, unterzeichneten eine Vereinbarung am Ban-Pakkad-Grenzkontrollpunkt, der die Provinzen Pailin und Chanthaburi trennt. In dieser Vereinbarung wird festgelegt, dass sämtliche Waffen sowie Angriffe auf Zivilisten und militärische Zielsetzungen nicht mehr erfolgen dürfen. „[Tagesschau] berichtet, dass“ das Treffen von vorbereitenden Beratungen in einem gemeinsamen Ausschuss zu Grenzfragen begleitet wurde.
Die Waffenruhe, die von einem Beobachterteam der ASEAN überwacht wird, soll zunächst für 72 Stunden gelten. Es wird erwartet, dass Zivilisten, die in den vergangenen Wochen evakuiert wurden, nach Stabilisierung der Lage in ihre Heimat zurückkehren können. Auch die Freilassung von 18 kambodschanischen Soldaten wurde in Aussicht gestellt, sobald die Bedingungen der Waffenruhe eingehalten werden. In der Vereinbarung haben beide Seiten festgelegt, ihre aktuellen Truppenstärken im umstrittenen Gebiet beizubehalten sowie keine weiteren Einheiten zu stationieren.
Ein Schritt zur Deeskalation
Der thailändische Verteidigungsminister bezeichnete die Vereinbarung als „Tor zu einer friedlichen Beilegung“ des Grenzstreits, der seit über einem Jahrhundert zwischen Thailand und Kambodscha schwelt. In den letzten Wochen haben Kämpfe mindestens 101 Menschen das Leben gekostet und mehr als eine halbe Million in die Flucht getrieben. „[DW] erwähnt, dass“ am 7. Dezember die Situation eskalierte und die Wurzeln der Konflikte in einem Grenzvorfall im November und einem zuvor gescheiterten Waffenstillstand aus dem Juli zu suchen sind. Schwere Kämpfe hatten auch den Einsatz von Kampfjets beider Seiten zur Folge.
Zur weiteren Beruhigung der Lage wird eine direkte Hotline zwischen den Verteidigungsministern und den militärischen Oberbefehlshabern eingerichtet. Darüber hinaus sind Gespräche zwischen den Außenministern Prak Sokhonn und Sihasak Phuangketkeow in der chinesischen Provinz Yunnan für die kommende Woche geplant. Ein Sprecher des thailändischen Verteidigungsministeriums bestätigte, dass die Feuerpause zwei Stunden nach Inkrafttreten hielt und es weitere militärische Verhandlungen geben soll.
Regionale Relevanz
In einem größeren Kontext ist die Rolle Chinas bei der Beruhigung des Konflikts nicht zu übersehen. Die Gespräche fanden unter anderem in Putrajaya, Malaysia, statt und wurden von Vertretern sowohl der USA als auch Chinas begleitet. „[SRF] macht deutlich, dass“ die Einigung als wichtiger Schritt zur Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in der Region gewertet wird. Zudem plant Thailand am 8. Februar eine Parlamentswahl, die möglicherweise einen Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik des Landes haben könnte.
Im Echo auf die gewaltsamen Auseinandersetzungen haben bereits über 400.000 kambodschanische Arbeitsmigranten Thailand verlassen, da sie sich in der unsicheren Lage unwohl fühlen. Zudem hat Thailands König Maha Vajiralongkorn offizielle Feierlichkeiten zu seinem 73. Geburtstag abgesagt, was einen weiteren Hinweis auf die Schwere der aktuellen Situation gibt. Der aufmerksame Leser darf gespannt sein, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickeln wird.